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Zu Besuch bei Familie L. im Bliesgau

 

Im Haus von Gabi L. ist ihr Vater noch immer präsent, obwohl er vor fast drei Jahren nach einer lange nicht entdeckten Krebserkrankung verstarb. Willi B. wurde 82 und litt bereits seit einiger Zeit an Demenz. Im Jahr 2017 zeichnete sich ab, dass der Witwer ohne Betreuung nicht mehr würde allein leben können. Ein langer Krankenhausaufenthalt wegen seiner Organbeschwerden hatte enorme Auswirkungen auf sein geistiges Wohlbefinden. „Mein Vater entwickelte eine Art Schizophrenie. Er sah Menschen in seiner Nähe, die versuchten, ihm etwas anzutun. Wir wechselten uns Tag und Nacht an seinem Bett ab, damit er sich die Zugänge für die medizinische Versorgung nicht herausreißt.“

Auch Tochter Nadine half mit, sich um den Opa zu kümmern. Gemeinsam erzählen die beiden von den letzten Monaten mit ihm, die sie sehr lebhaft in Erinnerung behalten haben. Nach einiger Zeit im Krankenhaus ging es Willi B. körperlich besser. Er zog in einem Seniorenheim im nahegelegenen St. Ingbert ein. „Die Routine dort half dem Kopf, wieder klarer zu werden. Aber je mehr er seine Gedanken wieder im Griff hatte, desto dringender wollte er wieder nach Hause.“

Gabi L. setzte alle Hebel in Bewegung. In einem Brief versprach sie ihrem Vater, seinen Wunsch in jedem Fall zu erfüllen. Das Stück Papier fanden die Pflegekräfte jeden Morgen unter seinem Kopfkissen. „Ich konnte ihm so im Gedächtnis halten, dass er bald wieder an seinem Tisch sitzen würde. Ich hätte ihn auch bei mir aufgenommen. Aber das wollte er nicht.“ Tochter Nadine ist sich sicher, dass eine Betreuung rund um die Uhr in seinem Zuhause die einzige Option war. „Mein Opa hat an seinem Haus alles selbst erbaut. Das war der einzige Ort, an dem er sein wollte. Wir durften auch nicht viel verändern, als seine 24 Stunden Betreuungskraft bei ihm einzog.“

 

Gemeinsam erinnern sich Mutter und Tochter

“Lieber Papa, … du kommst wieder nach Hause, also mach dir keine Gedanken …“. Den Brief an ihren Vater hat Gabi L. aufgehoben.

 

„Unser Opa ging mit Familie Hofmann seinen letzten Lebensweg“

 

Über die Kontakte eines Bruders und Empfehlungen Dritter wurde die Familie auf die Dienstleistungen von pflege24.expert in Saarbrücken aufmerksam. Schnell war ihnen klar: Das machen wir! Wenige Tage vergingen seit der Rückkehr nach Hause, bis Pflegerin Mirela B. vorgestellt wurde. Gabi L. denkt heute amüsiert an den Tag zurück, an dem sie wegen des Temperaments ihres Vaters arge Bedenken hatte. „Mir kommt keiner ins Haus – das war seine Einstellung. Aber als Mirela sich ihm vorgestellt hat, mit ihrer liebenswürdigen Art seine Wange tätschelte und fragte: ‚Ist alles gut?‘ Da war es um ihn geschehen. Sie hat ihn im Sturm erobert.“

 

Willi B. an seinem Lieblingsplatz

 

Es sind viele schöne Erinnerungen an diese Monate geblieben, in denen sich die rumänische Pflegekraft um Herrn B. kümmerte. Sie hielt den Kontakt zum Rest der Familie über Smartphone und Fotos aufrecht. Alle waren stets darüber informiert, wie es dem Vater gerade ging. „Dort war wieder Leben im Haus. Sie kümmerte sich liebevoll um alles. Immer wenn man zu Besuch kam, duftete es nach fantastischem Essen. Ich rieche das heute noch,“ schwärmt Nadine L. Und Willi B. verbrachte die meiste Zeit dort, wo er sich am wohlsten fühlte: an seinem Esstisch.

 

„Man hat gemerkt, wie wichtig die Chemie ist“

 

Mirela B. sei unheimlich gut auf die Demenz ihres Vaters eingegangen, berichtet Gabi L. Sie erzählt von amüsanten Situationen, von kleinen Missverständnissen, von täglichen Herausforderungen, die die osteuropäische Pflegekraft einfühlsam gemeistert habe. Dass sie nach einigen Monaten aus persönlichen Gründen ihren Einsatz beendete, bedauert die Familie noch heute.

Mit der zweiten Pflegekraft, die in den wenigen Wochen vor seinem Tod bei Willi B. einzog, stimmte die Chemie nicht mehr so gut wie zuvor. Mariana C. hatte eine andere Art, ihre Pflichten zu erfüllen und mit dem Demenzkranken umzugehen. Die Familie zögerte allerdings, mit der Agentur darüber zu sprechen. „Da müssen wir uns ganz klar an die eigene Nase fassen. Das Angebot, eine alternative Pflegekraft einzusetzen, stand ja immer im Raum. Wir haben es nicht genutzt,“ resümiert Gabi L. rückblickend. „Vielleicht waren wir auch einfach zu verwöhnt, weil mit Mirela alles so gut funktioniert hat. Sie war Bestandteil unserer Familie geworden.“

 

„Ich bin beiden Damen so dankbar“

 

An die letzten Monate mit ihrem Vater denken Gabi L. und ihre Tochter mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit zurück. Es sei richtig gewesen, den Weg der 24 Std. Pflege in den eigenen vier Wänden zu gehen. Sie ist sich sicher, dass Willi B. einen schönen Lebensabend nach seinen Vorstellungen hatte. Die Betreuung habe ihr eine große Last genommen und die Gewissheit verschafft, dass immer jemand bei ihrem Vater war.

Der Kontakt zur Pflegeagentur besteht noch heute. „Ich habe schon zu meinen Kindern gesagt: Wenn ich mal nicht mehr kann, dann könnt ihr mir auch gerne eine rumänische Pflegekraft bei pflege24 besorgen.“ Die Zeit dafür ist bei Gabi L. noch in weiter Ferne. Aber Bekannte wissen bereits viel über die guten Erfahrungen mit verlässlicher Pflege. „Es war, als wäre die ganze Familie versorgt. Mein Vater hatte seine Pflegekraft 24 Stunden an seiner Seite und ich die Agentur. Egal, was gewesen wäre, es war immer jemand für mich da.“