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Zu Besuch bei Familie M. im Hunsrück

 

Im Haushalt von Familie M. ist Teamwork gefragt. Wegen ihrer Erkrankung ist Rosemarie M. seit 2013 auf Hilfe angewiesen. Sie leidet an einer Form von Polyneuropathie – einer Einschränkung des Nervensystems mit vielfältigem Krankheitsbild. „Bei Rosi kamen die ersten Symptome völlig überraschend. Es schien, als könne sie nicht mehr richtig gehen. Sie torkelte, spreizte die Arme unkontrolliert auseinander,“ erinnert sich ihr Mann Ulli. Mittlerweile sind alle Muskeln derart geschwächt, dass die 76-Jährige sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Entsprechend ist sie in Pflegegrad 4 eingestuft.

Jahrelang kümmerte sich Ulli M. allein um die 24 Std. Pflege seiner Frau. Hin und wieder konnte er auf hilfsbereite Nachbarn zählen. Irgendwann schaffte er es nicht mehr allein, seine Frau zu heben. Er stellte zunächst privat eine polnische Pflegekraft ein, die ihn unterstützte. Der Umzug seiner Frau in eine Seniorenresidenz kam für ihn nicht infrage. „Wenn meine Frau irgendwo im Altenheim wäre, wäre sie todunglücklich. Nichts geht über Pflege zu Hause.“ Nach einiger Zeit nahm er online Kontakt mit pflege24.expert in Saarbrücken auf. Die Pflegeberater informierten ihn über die hauseigene Vermittlung von 24 Stunden Pflegekräften und die Rahmenbedingungen einer Zusammenarbeit. Bis die erste Pflegekraft kam, dauerte es nur einige Tage.

 

„Die Anforderungen einer Pflegebedürftigen sind so unterschiedlich“

 

Zu Beginn der Zusammenarbeit habe es ein bisschen „gehuckelt“, wie Herr M. es ausdrückt. Aber einen Vorwurf mache er deshalb niemandem. „Mir ist klar, dass nicht jede Pflegekraft zu jeder Pflegesituation passt. Das liegt aber eher an der Situation der zu Pflegenden. Bei uns ist einfach viel Kraft nötig, die nicht jeder hat“, sagt Herr M. Deshalb habe die Pflegekraft in den ersten Monaten öfter gewechselt. Sprechen konnte er mit dem 24 Stunden Pflegedienst ganz offen über die Situation. „Ich muss sagen, die Erreichbarkeit bei pflege24 ist wirklich top. Man hat sich dort sehr reibungslos gekümmert. Es klappte immer gut mit dem Tausch. Bis irgendwann Viorica kam. Mit ihr haben wir großes Glück gehabt. Jetzt darf gerne alles so bleiben, wie es ist.“

Viorica N. arbeitete bereits jahrelang in Italien als 24 Stunden Betreuungskraft einer gelähmten Frau. Diese Erfahrung kommt nun Rosemarie M. zugute. Vor 3 Monaten zog die 55-Jährige Rumänin bei der Familie ein. „Sie ist eine ganz Liebe und wir verstehen uns einfach gut. Dass die zwischenmenschliche Beziehung so stark mithilft, hätte ich nicht gedacht. Außerdem kann sie gut anpacken. Zu zweit schaffen wir das wunderbar“, lobt Ulli M. seine neue Mitbewohnerin.

 

„Das soziale System in Deutschland ist sehr gut“

 

Dass Viorica da sein kann, ermöglicht auch das Sozialamt des Landkreises, in dem Familie M. lebt. Ulli M. war früher als Fußballspieler und Trainer aktiv. Seine Frau arbeitete als Bankkauffrau. Mit den Ersparnissen finanzierte das Paar die ersten Pflegejahre – bis sie aufgebraucht waren. Die Rente der beiden reicht allein nicht aus, um die hohen Pflegekosten zu decken. Deshalb stellte Ulli M. im März 2020 einen Antrag auf Teilkostenübernahme beim zuständigen Sozialamt.

„Pflege ist einfach unheimlich teuer – sei es in einem Heim oder bei der 24h Betreuung zu Hause. Da kommen in wenigen Jahren Beträge zusammen, von denen ich zuvor keine Vorstellung hatte“, erklärt er. „Wir haben einfach Glück, so ein gutes Sozialsystem in Deutschland zu haben. Wenn man wirklich in den Seilen hängt, kann man darauf vertrauen.“ Die Antragstellung habe ihm einiges an Papierkram abverlangt. Aber letztlich habe das Amt sehr schnell und unkompliziert geprüft, alle Nachweise akzeptiert und den Zuschuss bewilligt.

 

Gemeinsam den Alltag schaffen

Gemeinsam schaffen alle den Alltag

 

„Das Gute ist, dass sie keine Schmerzen hat“

 

Rosemarie M. ist sehr froh über die Fürsorge ihres Mannes und der osteuropäischen Pflegerin. Das Haus hat der 77-Jährige ganz auf die Bedürfnisse seiner Frau eingerichtet. Schon immer eingeschossig, stellen jetzt kurze Wege eine schnelle Versorgung sicher – wenn beispielsweise ein Toilettengang ansteht. Viele Möbelstücke sind mit Rollen ausgestattet, in Schlafzimmer und Wohnzimmer findet sich ein Pflegebett. Er sorgt dadurch für Abwechslung im Alltag seiner Rosi, die mehrmals am Tag umgelagert werden muss, damit sie sich nicht wund liegt. Ein spezielles Auto für den Transport im Rollstuhl hat er angeschafft, um Rosi hin und wieder einen Tapetenwechsel zu ermöglichen.

Wenn Ulli M. über seine Frau spricht, ist ganz viel Liebe in der Stimme zu hören. Humor helfe den beiden, den Alltag der Rundumbetreuung zu Hause auch weiterhin zu meistern. Doch es gibt auch Momente, die ihn einfach nur dankbar machen. „Ich finde es bewundernswert, wie meine Frau mit der Situation umgeht. Sie beklagt sich nie. Wäre ich in ihrer Lage – um Gottes Willen. Das wäre ein Desaster für mich. Neulich lag sie im Bett und sagte: ‚Ach eigentlich geht es mir ja ganz gut‘. Das sind Momente, die ich einfach schön finde.“