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Es ist eine Masche, die erst kürzlich wieder Schlagzeilen machte und die ein enorm schlechtes Bild auf die gesamte Branche wirft. Dabei ist die Nachfrage nach privater 24 Stunden Pflege in Deutschland ungebremst hoch und der Einsatz ausländischer Pflegekräfte unerlässlich für die angespannte Pflegesituation in vielen Familien. In einem Beitrag berichtete die ARD im Januar 2021, dass eine zunehmende Zahl ukrainischer „Pflegerinnen“ von polnischen Vermittlungsfirmen illegal nach Deutschland entsendet werde – ohne legales Vander-Elst-Visum, unter falschen Versprechungen, mit prekären Arbeitsbedingungen.

Wir können dieses Vorgehen als seriöser Arbeitgeber nur aufs Schärfste verurteilen. Solche Zustände bestätigen uns immer wieder in unserem Vorgehen, unsere rumänischen Pflegekräfte nur sozialversicherungspflichtig in Deutschland anzustellen und nicht mit ausländischen Entsendeagenturen zusammenzuarbeiten.

 

Viele Vorteile in der 24h Pflege durch eine sozialversicherungspflichtige Anstellung in Deutschland

 

Unsere Pflegekräfte arbeiten in Deutschland nicht auf Zeit, sondern haben ein ganz reguläres Arbeitsverhältnis für die 24h Seniorenpflege zu Hause. Wir setzen sie dauerhaft bei unseren Kunden ein und lassen sie nur während ihres wohlverdienten Jahresurlaubs von einer Ersatzkraft vertreten. Bereits nach einem Jahr Tätigkeit in Deutschland erhalten sie einen unbefristeten Arbeitnehmerstatus, der eine Familiennachholung möglich macht.

Jede Pflegekraft für zu Hause profitiert von Leistungen der Zahnbehandlung, erwirbt nach 60 Monaten Rentenansprüche in Deutschland und wird noch bis zu einem Alter von 55 Jahren von einer deutschen Krankenversicherung aufgenommen. Im Vergleich zu rumänischen Arbeitsbedingungen verdienen unsere Mitarbeiter*innen in Deutschland sehr gut. Sie nutzen ihr Einkommen oft, um die Familie zu Hause zu unterstützen. Sie erarbeiten sich auch eine Kreditwürdigkeit, um eventuelle Schulden im Heimatland zu tilgen. Das alles mit der Sicherheit, hier in einem festen Arbeitsverhältnis zu stehen.

Eine unserer langjährigsten Pflegekräfte ist Liliana Comanescu aus dem rumänischen Brăila. Seit 2012 ist sie für uns im Einsatz und betreute bereits viele Kunden im Saarland und angrenzenden Regionen. Sie nahm sich die Zeit für ein Interview mit unserer Online-Redakteurin.

 

„Diese Firma ist wie eine Familie: Wenn ich Hilfe brauche, bekomme ich Hilfe.“

 

Liliana Comanescu im GesprächSie arbeiten seit vielen Jahren bei Pflege24.expert und sprechen mittlerweile sehr gut Deutsch. Wie haben Sie die Sprache gelernt?

Zu Beginn sprach ich nur wenige Worte Deutsch. Aber die Verständigung mit den Kunden war trotzdem kein Problem. Bei meiner ersten Arbeitsstelle habe ich mit der Familie zuerst auf Englisch kommuniziert. Sie haben mir dann nach und nach sehr geholfen, Deutsch zu lernen. Bei der Arbeit geht das schnell. Und nun beherrsche ich die Sprache gut. Sollte ich trotzdem mal irgendwo Hilfe brauchen, habe ich mit Diana Hofmann eine Ansprechpartnerin bei Pflege24, die perfekt Deutsch und Rumänisch spricht. An sie können sich auch die Kunden wenden.

 

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst aus Saarbrücken?

Ich hatte schon zwei Jahre in Rumänien als Pflegerin gearbeitet, als ich in einer Zeitung eine Anzeige von Pflege24 sah. Sie suchten rumänische Pflegekräfte für Haushalte in Deutschland. Ich habe dann angerufen und von Frau Hofmann alle wichtigen Informationen bekommen. Das Angebot klang sehr interessant und ich wollte es gerne probieren.

 

Sind Sie dann zeitnah nach Saarbrücken gereist, um Ihre Arbeit anzutreten?

Zwischen den Telefonaten und meiner Abreise lag ungefähr eine Woche. Alles war vom Arbeitgeber gut organisiert. Ich habe dann auch gleich meinen ersten Einsatz in einer Familie gehabt, bei der ein Wechsel der Pflegekraft anstand. Das war toll für mich, denn so kam ich sehr schnell an im Land. Ich fühle mich schon die ganze Zeit sehr wohl hier. Wenn du deine Arbeit machst, dann hast du hier alles, was du brauchst. Hier arbeitet es sich gut.

 

War denn alles rund um Ihr Arbeitsverhältnis so, wie es Ihnen Pflege24 im Vorfeld angekündigt hatte?

Wir haben am Telefon und bei Ankunft über die Arbeitsbedingungen gesprochen. Das trat alles so ein, wie es angekündigt war. Man kann sich ganz genau darauf verlassen. Der Verdienst hier in Deutschland ist sehr viel besser als in Rumänien. Dort reicht ein Gehalt kaum für mich selbst. Mit meinem Geld kann ich jetzt die Familie sehr gut unterstützen. Meine Schwiegertochter und Enkelin leben in Rumänien – ebenso wie mein Mann.

 

Wie oft sehen Sie denn Ihre Familie? Finden Sie es nicht schwer, für längere Zeit von ihnen getrennt zu sein?

Ich sehe meine Familie, wenn ich während meines Jahresurlaubs nach Hause fliege. Ich verschmerze die Trennung sehr gut, denn ich weiß ja, wofür ich das hier tue.

 

Erzählen Sie ein bisschen von Ihrer Arbeit. Wo sind Sie momentan eingesetzt?

Ich betreue gerade ein Ehepaar, das im Alltag nicht mehr allein zurecht kommt. Sie benötigen vor allem am Morgen und bei der Körperpflege Unterstützung. Ich habe aber auch schon bettlägerige Senioren betreut. Das ist für mich kein Problem. Ich kann zupacken. Meine Arbeit macht mir sehr viel Freude. Ich erledige sie aus ganzem Herzen. Anders wäre es auch nicht gesund – für die Psyche.

 

Sie sprechen da ein wichtiges Thema an. Sie begleiten die Menschen ja in ihrem Lebensabend. Wie gehen Sie mit dem Tod eines Kunden um?

Ich habe bisher die Familie regelmäßig gewechselt, weil der oder die Pflegebedürftige gestorben war. Da muss ich die emotionale Distanz wahren. Man kann ja nichts daran ändern. Die Menschen sind alt, meist krank. Was auf mich zukommen wird, ist mir im Vorfeld klar. So kann ich mich psychisch darauf einstellen. Trotzdem gebe ich alles, um meinen Kunden einen schönen Lebensabend zu bereiten.

 

Einsatzbesprechung

Diana Hofmann bereitet die Mitarbeiterin von Pflege24 auf ihren Einsatz vor

 

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Kunden und mit Ihrem Arbeitgeber?

Jede Pflegesituation ist anders. Alle Menschen sind anders. Manchmal läuft es von Anfang an gut, manchmal beginnt es eher schwierig. Für mich ist das eine Motivation, wenn es nicht sofort rund läuft. Ich investiere dann noch mehr, um die Menschen nicht im Stich zu lassen. Ich kann mich auf viel einstellen. Die Zusammenarbeit mit Pflege24 funktioniert einfach super. Bei Problemen hat Familie Hofmann immer ein offenes Ohr.

 

Heißt das, Sie haben noch nie über den Wechsel zu einem anderen Pflegedienstleister nachgedacht? Es gibt ja noch mehr Anbieter, bei denen man vielleicht auch etwas besser verdient.

Nein, ich denke nicht daran, die Stelle zu wechseln. Ich weiß hier ganz genau, mit wem ich arbeite, und ich bin rundum zufrieden. Das ist sehr wichtig für mich. Natürlich muss man als Angestellte Geduld haben und erst verstehen, wie hier das Pflegesystem funktioniert. Aber wenn man Schwierigkeiten damit bekommt, sollte man sich erst mal an die eigene Nase packen und fragen: Was kannst du selbst daran ändern? Da hilft es nichts, immer alles auf die Firma zu schieben. Die Arbeitsbedingungen finde ich sehr gut und ich würde auch Freundinnen raten, hier zu arbeiten.

 

Ist es vor allem die Festanstellung in Deutschland, die Sie weiterempfehlen würden?

Ja, diesen Ansatz finde ich sehr gut. Für die Sicherheit von allen ist es das Beste – für Pfleger*innen und Familien. Sich alle 2-3 Monate auf neue 24h Pflegekräfte einstellen zu müssen, das finde ich auch schlecht für die Kundengesundheit.

 

Könnte Ihr Arbeitgeber etwas noch besser machen?

Das ist nicht meine Sache. Wenn der Pflegedienst etwas verbessern möchte, dann habe ich natürlich nichts dagegen. Aber Vorschläge mache ich eher nicht. So mutig bin ich nicht. Für mich ist es gut so, wie es ist.

 

In etwa 10 Jahren sind Sie im Rentenalter. Werden Sie dann nach Rumänien zurückkehren oder in Deutschland bleiben?

Das kommt ein bisschen auf Meine Familie an. Ich muss einen Kompromiss finden. Einerseits möchte ich gerne hier bleiben. Wenn aber meine Familie nicht nachkommen möchte, dann werde ich mich auch gern nach ihr richten.